Standesamt, Kirche & Co.



Bürokratie muß sein - auch bei einer Heirat.

Was ist der Unterschied zwischen einer kirchlichen und einer standesamtlichen Trauung? Welche Unterlagen benötige ich?
Hier geben wir Ihnen einige Hinweise zum rechtlichen Teil der Hochzeit.

Zivilrechtlich verbindlich ist in vielen Ländern wie Deutschland einzig und allein die standesamtliche Eheschließung. Diese ist eine rein formale Angelegenheit ohne große Zeremonie. Da in Deutschland aber immer mehr Paare nur standesamtlich heiraten, bieten viele Gemeinden entsprechend große Räumlichkeiten für die gesamte Hochzeitsgesellschaft. Hochzeitsbräuche wie das Reiswerfen finden dann vor dem Standesamt statt. Die standesamtliche Trauung darf grundsätzlich nur in öffentlichen Gebäuden vorgenommen werden. Neben Standesbeamten dürfen auch Bürgermeister die Trauung durchführen. Die Anmeldung erfolgt normalerweise auf einem Standesamt der Gemeinde, in der der Wohnsitz gemeldet ist. Außer zu den normalen Geschäftszeiten ist in vielen Standesämtern auch eine Trauung am Samstag möglich.

Welche Unterlagen für das Standesamt?

Benötigt werden immer:

  • Gültige Personalausweise oder Reisepässe:
    Diese erhalten Sie bei der zuständigen Behörde beim Einwohnermeldeamt oder Bürgeramt des Hauptwohnsitzes. Der Personalausweis sollte am Tag der Anmeldung und am Tag der Trauung noch gültig sein.
  • Beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister:
    Bereits seit dem 01.01.2009 wird eine beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister benötigt - inklusive Hinweisteil (d. h. mit allen nachträglichen Änderungen des Geburtseintrages wie z.B. Adoptionen, Namensänderungen oder Berichtigungen). Diese erhalten Sie beim Standesamt der Geburt. Manche Standesämter verlangen, dass die beglaubigte Abschrift (zum Zeitpunkt der Anmeldung) nicht älter als 6 Monate ist.

Zusätzlich, wenn ein Partner nicht am Trauungsort gemeldet ist:

  • Aufenthalts-/Meldebescheinigung:
    Eine solche erhalten Sie beim Einwohnermeldeamt Ihres Wohnortes. Sie muss Ihren Familienstand ausweisen, ebenso wie die Staatsangehörigkeit. Das Dokument darf allerdings - je nach zuständigem Amt - nicht älter sein als sieben bis 14 Tage. Deshalb: Rechtzeitig nachfragen und einen kurzfristigen Termin beim Einwohnermeldeamt einplanen.

Zusätzlich, wenn ein Partner geschieden oder verwitwet ist:

  • Beglaubigte Abschrift des Eheregisters:
    Sie benötigen eine neu ausgestellte beglaubigte Abschrift des Eheregisters der letzten Ehe mit Scheidungsvermerk (zu erhalten beim Eheschließungsort). Ist kein Eheregister vorhanden (z.B. bei einer im Ausland geschlossenen Ehe), wird eine Heiratsurkunde und das rechtskräftige Scheidungsurteil oder der Sterbeeintrag des letzten Ehegatten benötigt.
    Bei einer im Ausland geschiedenen Ehe ist vorab ein persönliches Gespräch wegen möglicher Anerkennungsverfahren notwendig. Hierzu bringen Sie alle Heiratsurkunden und rechtskräftigen Scheidungsurteile mit vollständiger Übersetzung eines im Inland vereidigten Urkundenübersetzers mit.

Zusätzlich, wenn gemeinsame Kinder vorhanden sind:

  • Aktuelle Geburtsurkunden oder beglaubigte Abschriften aus dem Geburtenregister
  • Ggf. Urkunde(n) über die Erklärung der gemeinsamen elterlichen Sorge (Sorgerechtserklärung), falls diese Erklärung abgegeben wurde
  • Ggf. Urkunde über die Anerkennung der Vaterschaft

Zusätzlich, wenn ein Partner minderjährig ist:

  • Befreiung vom Erfordernis der Ehemündigkeit (zu beantragen beim für den Wohnort zuständigen Familiengericht)

Da jedoch der Sachverhalt von Paar zu Paar unterschiedlich sein kann, empfehlen wir Ihnen, sich direkt mit dem zuständigen Standesamt in Verbindung zu setzen. Verbindliche Auskünfte können Sie bei persönlicher Vorsprache im Standesamt erhalten.

Die kirchliche Trauung hat in der evangelischen Kirche nur rituelle Bedeutung. Die Kirche gibt dazu ihren Segen. In der katholischen Kirche ist sie die Voraussetzung für die Anerkennung der Gültigkeit des Ehesakramentes, das sich die Eheleute gespendet haben.
Die kirchliche Trauung hat aufgrund der Trennung von Kirche und Staat in Deutschland nur kirchenrechtliche Relevanz und wird nicht zivilrechtlich anerkannt. Die kirchliche Trauung steht in den meisten Kirchen nur verschiedengeschlechtlichen Paaren offen. In Deutschland ist es zudem notwendig, dass das Paar bereits standesamtlich getraut ist. Diese Trauung kann aber auch am selben Tag ein paar Stunden vorher geschehen sein. Nach katholischem Verständnis ist erst mit der öffentlichen Trauung die kirchenrechtliche Gültigkeit der Eheschließung gegeben, da die Eheleute selber sich das Ehesakrament gespendet haben.
Die evangelische Kirche versteht die kirchliche Trauung als Gottesdienst anlässlich der bereits erfolgten Eheschließung, in dem die eheliche Gemeinschaft unter Gottes Wort und Segen gestellt wird. Die kirchliche Trauung findet nahezu ausschließlich in der Kirche statt. Die kirchliche Trauung ist an die Rituale bzw. Gottesdienstordnung der jeweiligen Kirche gebunden, obwohl es auch hier verschiedene Optionen gibt.

Welche Unterlagen für die kirchliche Trauung?

Katholische Trauung:

  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • Taufurkunde:
    mit der Bescheinigung, dass Sie ledig sind. Sie darf nicht älter als drei Monate sein und wird vom Pfarramt der Taufgemeinde ausgestellt.
  • Firmungsurkunde:
    Sofern die Firmung nicht auf der Taufbescheinigung eingetragen ist. Zuständig dafür ist das Pfarramt der Gemeinde, in der Sie gefirmt worden sind
  • Heiratsurkunde:
    der standesamtlichen Trauung oder die Bescheinigung über die Anmeldung zur Eheschließung
  • Ehevorbereitungsprotokoll:
    Unterschriebene Teilnahmebescheinigung eines Ehevorbereitungskurses
  • Traulizenz/Entlassschein:
    zur Vorlage bei auswärtiger Trauung, falls nicht in der Heimatgemeinde geheiratet wird.
  • Einwilligung des Pfarrers:
    wenn der Heimatpfarrer die Trauung in einer fremden Kirche durchführen soll.

Evangelische Trauung:

  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • Taufurkunde:
    mit der Bescheinigung, dass Sie ledig sind. Sie darf nicht älter als drei Monate sein und wird vom Pfarramt der Taufgemeinde ausgestellt.
  • Konfirmationsurkunde:
    Zuständig dafür ist das Pfarramt der Gemeinde, in der Sie konfirmiert worden sind
  • Heiratsurkunde:
    der standesamtlichen Trauung oder die Bescheinigung über die Anmeldung zur Eheschließung
  • Zäsion/Dimissoriale:
    zur Vorlage bei auswärtiger Trauung, falls nicht in der Heimatgemeinde geheiratet wird.
  • Dispens des Pfarrers:
    falls ein Partner katholisch ist.
  • Einwilligung des Pfarrers:
    wenn der Heimatpfarrer die Trauung in einer fremden Kirche durchführen soll.

Ökumenische Trauung:

  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • Taufurkunde:
    mit der Bescheinigung, dass Sie ledig sind. Sie darf nicht älter als drei Monate sein und wird vom Pfarramt der Taufgemeinde ausgestellt.
  • Konfirmations- oder Firmierungszeugnis:
    Zuständig dafür ist das Pfarramt der Gemeinde, in der Sie konfirmiert bzw. firmiert worden sind
  • Heiratsurkunde:
    der standesamtlichen Trauung oder die Bescheinigung über die Anmeldung zur Eheschließung

Für eine freie Trauung entscheiden sich Paare, die einander ihr Ja-Wort in einer feierlichen Zeremonie geben wollen. Dabei können religiöse Elemente eine Rolle spielen, müssen es aber nicht. Damit bietet dieser zeremonielle Akt eine Alternative zu einer kirchlichen Trauung und schließt damit auch die Paare mit ein, die unterschiedlicher Konfession sind oder keiner Kirche angehören. Manche Paare aus unterschiedlichen Kulturkreisen wünschen sich zudem eine Zeremonie, die Elemente beider Kulturen beinhaltet. Darüber hinaus bietet die freie Trauung auch gleichgeschlechtlichen Paaren eine über die standesamtliche Registrierung hinausgehende Zeremonie. Auch Konfessionslose können sich frei trauen lassen. Zudem wählen auch immer mehr Geschiedene, die früher bereits kirchlich geheiratet hatten und sich mit ihrem neuen Partner dennoch eine ähnliche Zeremonie und Segnung wünschen, diesen Weg.
Eine freie Trauung ist weder kirchenrechtlich noch zivilrechtlich relevant, sie wird in der Regel ergänzend zur standesamtlichen Trauung von den Brautpaaren gewünscht.

Standesämter in der Umgebung
Am Markt 1
26345 Bockhorn

Tel.: 04453 70844
Fax: 04453 70836

Email: emken@bockhorn.de

Homepage: www.bockhorn.de

Öffnungszeiten:

Montag: 08:00 - 12:00 Uhr

Dienstag: 08:00 - 12:00 Uhr & 14:00 - 15:30 Uhr

Mittwoch: 08:00 - 12:00 Uhr

Donnerstag: 08:00 - 12:00 Uhr & 14:00 - 18:00 Uhr

Freitag: 08:00 - 12:00 Uhr

Samstag: geschlossen

Sonntag: geschlossen

Hauptstraße 79
26452 Sande

Tel.: 04422 958812
Fax: 04422 958830

Email: gemeinde@sande.de

Homepage: www.sande.de

Öffnungszeiten:

Montag: 08:00 - 12:30 Uhr & 14:30 - 18:00 Uhr

Dienstag: 08:00 - 12:30 Uhr

Mittwoch: 08:00 - 12:30 Uhr

Donnerstag: 08:00 - 12:30 Uhr

Freitag: 08:00 - 12:30 Uhr

Samstag: geschlossen

Sonntag: geschlossen

Am Kirchplatz 11
26441 Jever

Tel.: 04461 939112
Fax: 04461 939100

Email: christoffers@stadt-jever.de

Homepage: www.stadt-jever.de/b ...

Öffnungszeiten:

Montag: 08:00 - 12:00 Uhr & 14:00 - 16:00 Uhr

Dienstag: 07:30 - 12:30 Uhr & 14:00 - 16:00 Uhr

Mittwoch: 08:30 - 12:30 Uhr & 14:00 - 16:00 Uhr

Donnerstag: 08:00 - 17:00 Uhr

Freitag: 07:30 - 12:00 Uhr

Samstag: geschlossen

Sonntag: geschlossen

Oldenburger Straße 29
26419 Schortens

Tel.: 04461 982108
Fax: 04461 982101

Email: anke.joost@schortens.de

Homepage: www.schortens.de/sta ...

Öffnungszeiten:

Montag: 08:00 - 12:30 Uhr & 14:30 - 16:00 Uhr

Dienstag: 08:00 - 12:30 Uhr & 14:30 - 16:00 Uhr

Mittwoch: 08:00 - 18:00 Uhr

Donnerstag: 08:00 - 12:30 Uhr & 14:30 - 16:00 Uhr

Freitag: 08:00 - 12:30 Uhr

Samstag: geschlossen

Sonntag: geschlossen

Rathausplatz (Ratrium) 10
26382 Wilhelmshaven

Tel.: 04421 163250
Fax: 04421 163257

Email: standesamt@wilhelmshaven.de

Homepage: www.wilhelmshaven.de ...

Öffnungszeiten:

Montag: 08:30 - 12:30 Uhr

Dienstag: 08:30 - 12:30 Uhr

Mittwoch: 08:30 - 12:30 Uhr

Donnerstag: 08:30 - 12:30 Uhr

Freitag: 08:30 - 12:30 Uhr

Samstag: geschlossen

Sonntag: geschlossen

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